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Preis

Werben für die Darmkrebsvorsorge: Dr. Reinhold Reitter (li.) und Dr. Holger Bergdolt. Foto: Pfeifer

Werben für die Darmkrebsvorsorge: Dr. Reinhold Reitter (li.) und Dr. Holger Bergdolt.
Foto: Pfeifer

Werben für die Darmkrebsvorsorge: Dr. Reinhold Reitter (li.) und Dr. Holger Bergdolt. Foto: Pfeifer RNZ 21.03.2015
Wieslocher Verein engagiert sich vorbildlich gegen Darmkrebs
Dafür wurde der Gesundheitsraum Wiesloch-Walldorf (GeWieWa) nun für den Felix-Burda-Award nominiert

Wiesloch. Der 26. April wird ein spannender Tag für Dr. Holger Bergdolt. An diesem Sonntag wird in Berlin der Felix-Burda-Award verliehen, der in Deutschland als "Oscar der Präventionsmedizin" gilt. Als Vorsitzender des Vereins "GeWieWa" (Gesundheitsraum Wiesloch-Walldorf) wird Bergdolt bei diesem Event eine prominente Rolle spielen, gemeinsam mit den beiden Rathaus-Chefs Franz Schaidhammer (Wiesloch) und Hans-Dieter Weis (Dielheim). Der Grund: Der Verein "GeWieWa" ist einer von drei Nominierten für den Preis in der Kategorie "Engagement des Jahres". Als preiswürdig erachtet werden zwei Projekte, die der Gesundheitsverein in den Jahren 2010 und 2013/14 in Wiesloch und Dielheim durchführte.

Mit den Rathaus-Chefs als "Bannerträger" fanden in beiden Gemeinden Präventionsprojekte gegen Darmkrebs statt, die über Spenden finanziert wurden (unter anderem von Manfred Lautenschläger). Insgesamt wurden knapp 18 000 Bürger beider Gemeinden ab dem 45. Lebensjahr angeschrieben und über das Thema Darmkrebs aufgeklärt. Anhand eines Fragebogens konnten die Teilnehmer ihr individuelles Darmkrebsrisiko ermitteln und kostenlos eine immunologische Stuhluntersuchung anfordern.

Insgesamt 2300 Bürger machten von diesem Angebot Gebrauch. 1600 Stuhltests kamen zur Überprüfung zurück, von denen 70 positiv waren. Am Ende konnten 29 Darmpolypen entfernt werden (aus denen sich über einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren ein Karzinom entwickelt) und bei fünf Patienten wurden sogar bereits Karzinome entdeckt und noch "im Gesunden" abgetragen. Diesen Patienten hat die rechtzeitige Entdeckung des Darmkrebses das Leben gerettet. "Ein Riesenerfolg", wie Dr. Bergdolt betont. Bei der Felix-Burda-Stiftung sieht man dies genauso. Dort wird das kommunale Präventionsprojekt und das persönliche Engagement der Bürgermeister, die sich bei dem Projekt demonstrativ selbst den Darm spiegeln ließen, als vorbildlich eingestuft.

Wie wichtig solche Aktionen sind, unterstreicht Holger Bergdolt, der selbst Internist ist. "Wir müssen die Bürger abholen", sagt er. Denn bislang nehmen nur drei Prozent der betreffenden Altersgruppen die Vorsorgeangebote an. Das ist dem Mediziner zufolge deshalb "besonders bitter", weil gerade beim Darmkrebs die Heilungschancen bei einer frühzeitigen Diagnose bei 90 Prozent liegen. Treten erst einmal Beschwerden auf, dann sinken sie auf 50 Prozent. Darmkrebs ist bei Männern wie Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung und immer noch die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache.

"Jeder 15. hat Darmkrebs", stellt Bergdolt fest. Die Zahl der Neuerkrankungen pro Jahr wird auf fast 64 000 geschätzt. Das Risiko einer Erkrankung steigt mit zunehmendem Alter (bei Männern etwa ab dem 50. Lebensjahr) erheblich und steigert sich noch, wenn man übergewichtig ist, raucht und viel Fleisch verzehrt. Besonders wichtig ist die Vorsorge dann, wenn in der Familie bereits ein Fall von Darmkrebs aufgetreten ist.

Fürchten muss man eine Darmspiegelung übrigens nicht, da können Dr. Bergdolt und sein Kollege, der gastroenterologisch tätige Dr. Reinhold Reitter, die Patienten beruhigen. Die Untersuchung dauert etwa 20 Minuten, wird unter Schlafnarkose durchgeführt und tut nicht weh. Über 1000 Darmspiegelungen werden im Jahr allein am Medizinischen Versorgungszentrum Wiesloch vorgenommen, etwa ein Drittel davon sind Dr. Reitter zufolge Vorsorgeuntersuchungen. Deren Kosten werden ab dem 56. Lebensjahr von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Der März ist übrigens Darmkrebsmonat.

Info: www.felix-burda-stiftung.de; www.darmspezialisten.de

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